El Pellizco

el pellizco [peˈʎiθko] : Zwicken, Kneifen, aber auch Prise, Biss, Happen

Laut dem Diccionario Flamenco von José Blas Vegas und Manuel Ríos Ruiz (1988) ist der pellizco eine Erschütterung im Geiste, die demjenigen widerfahren kann, der bestimmte cantes oder bailes erlebt oder präsentiert.

Viele vergleichen pellizco auch mit dem berühmten duende. Die Magie des Augenblicks. Spirituell.

Andere, meist Künstler die selbst auf der Bühne waren oder sind, sprechen von dem Salz in der Suppe, das gewisse Etwas, das nicht fehlen darf, wenn man Flamenco singt, tanzt oder spielt. Der Funke, der überspringen muss!

Kurz: la inspiración, el corazón, la transmisión.

Ein technisch nicht so guter Tänzer z. B. vermag die Zuschauer zu verzaubern, während ein anderer brillante zapateados ohne Inspiration hinschnetzelt. Aber dem Umkehrschluss, dass fast allen modernen Top-Flamencokünstlern die Fähigkeit für pellizcos fehlt, wie es einige Puristen meinen, kann ich nicht beipflichten.

So ist es nicht ganz einfach, diesen Begriff zu definieren.

Ein Künstler konnte ohne Zweifel diese Erschütterungen, diesen Zauber hervorrufen:

Antonio Montoya El Farruco

Flamenqu`Hip Hop und ModernFlamenco NEU!!

Flamenco ist neugierig! Und entwickelt sich ständig weiter. Der Zeitgenössische Tanz z.B. ist längst im Flamenco angekommen. Diese beiden kleinen Workshops richten sich an diejenigen, die Lust haben, Neues kennenzulernen. Wir bieten jeweils samstags von 11:00 – 12:15 einen Schnupperkurs an.

Ab Anfänger mit Vorkenntnissen

Online oder präsent, je nachdem wann wir wieder öffnen dürfen.

Flamenqu´Hip Hop am 27.02. und 06.03.

ModernFlamenco am 20.03. und 27.03.

Mehr Infos unter “Unterricht”, oder schreiben an info@amparo.de oder telefonisch 030- 7845666

Der Tanz und das Theater in Spanien

Im Spanien des XVI. und XVII. Jahrhunderts kommen die volkstümlichen Tänze auf die Bühnen und werden in Schwänken, Singspielen, Zwischenspielen und Zwischenakten von den sogenannten Komikerinnen und Komikern – den ‘Cómicas und Cómicos’ – aufgeführt. Es entsteht ein reger Austausch zwischen den professionellen und den volkstümlichen Tänzerinnen und Tänzern. Für die Bühne werden die Tänze von den Profis verfeinert und ausgearbeitet, das Publikum schaut das wieder ab und verwendet diese veränderten Formen auf ihren Festen mit wieder einem eigenen Stil. Die ‘Cómicas und Cómicos’ schauen sich diese Veränderungen auch wieder ab und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Bestimmte Tänze sind eine zeitlang sehr beliebt, werden dann aber für neue Tänze wieder vergessen. Aber die Schritte und Bewegungen bleiben. So werden im XVI. und vor allem im XVII. Jahrhundert die Schritte und Bewegungen entwickelt, die ab dem Ende des XVIII. Jahrhunderts benutzt werden für die Entwicklung der Vorformen der ersten Flamencotänze. Und dieses Schrittmaterial wird zum großen Teil heute noch benutzt, wenn auch weiter entwickelt.

Man weiß wenig über die ‘Cómicas und Cómicos’, die die Tänze der Straße auf die Bühne holten.

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