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Vanessa Bethke

Lehrer*in

Vanessa Bethke
Website
https://amparo.de/team/vanessa-bethke/

Vanessa Bethke

Grosser Saal

Ort

Grosser Saal
FlamencoStudio Amparo de Triana

Datum

14 Dez 2023

Uhrzeit

18h00 - 19h30

Siguiriyas

Mittelstufe mit Vanessa Bethke

donnerstags 18:00 – 19:30

Dauer: 90 Minuten

Training und Choreographie Siguiriyas

Siguiriyas

Die Siguiriyas gehört zu den wichtigsten Stilen im Flamenco. Sie wird der Gruppe der Tonás zugeordnet. Die Tonás ist eine der profunden Säulen im Flamenco, die zwischen Sevilla und Cádiz mit den Häfen entstanden ist, Jerez und dem Viertel Triana als Hauptzentren.

Das Wort Siguiriyas/Seguiriyas/Seguirillas ist eine phonetische Verfälschung der Seguidilla, ein (Paar)-Tanz der bailes andaluzes im 6/8 Takt ( wir kennen die Segudilla Sevillana, also die Sevillana), die zur Zeit des edad de oro Ende des 19 Jh. ihre Glanzzeit erfuhren.

Als Cante hat sie einen tragischen und düsteren Charakter. Sie enthält die Grundwerte des sogenannten reinen und tiefen Cante. Die Texte sind daher schmerzlich, tragisch und spiegeln das Leiden an menschlichen Beziehungen, an der Liebe und am Tod wider, aber auch das Ausgeliefert sein, Armut und Hunger.

Ihre Entstehung wird Ende des 18 Jah. vermutet. Die erste Siguiriyas, die wir kennen, stammt von El Planeta.

Die Siguiriya wird von den meisten Cantaores als einer der wichtigsten Stile des Cante angesehen, gleichzeitig aber auch als einer der schwierigsten, bei dem der Interpret seine Kenntnis und sein künstlerisches Können unter Beweis stellen muss, wenn man bedenkt, dass es sich um einen Palo mit kurzen Strophen und viel Quejío handelt. Und es gibt sehr viele Siguiriyas Strophen!
Wichtige Interpreten waren El Nitri, Silverio Franconetti, Loco Mateo, Enrique El Mellizo und natürich El Fillo (voz afillá, rauhe Singstimme) Ihm wird auch die Siguiriyas Version Cabal zugeordnet. Eine weitere Version ist die Siguiriyas de Cambio (gern als letzte Strophe vor dem Macho gesungen).

Die Gitanos zählen ohne Zweifel zu den besten Interpreten der Siguiriyas.

Getanzt wurde die Siguriyas 1942 zum ersten Mal von Vicente Escudero, wobei auch hier die Meinungen der Flamencoforscher auseinandergehen. Sie ist introvertiert und ausdrucksstark, dramatisch und tiefinnerlich und daher niemals showmäßig. Die Betonung des Metrums hat bei vielen zu Verwirrung geführt, In Wirklichkeit handelt es sich um einen 12/8-Takt, den wir als “umgekehrten 12er” auch so unterrichten. (Meistens wird die Siguriyas über 5 Schläge mit Pausen gezählt, in Spanien fast überall)

Weiterhin wiederholen wir unsere Choreographie Mirabrás zum Ende der Klasse!

Bei Interesse bitte melden unter info@amparo.de oder Telefon 030-784 56 66

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