Kastagnetten im Tanz M

für Kastagnettenspieler*innen mit guten Vorkenntnissen

mit La Antonia

Choreografie Siguiriyas

montags 18:00 – 19:30

Flamencotraining und Kastagnetten für Anfänger*innen mit guten Vorkenntnissen

Aufwärmübungen für die Hände, Armexercise mit Kastagnetten, Koordinationsübungen

Die Kastagnetten, gehören zu den ältesten Instrumenten in vielen Kulturen der Welt. Die

“palillos” (span. für Stöckchen), waren schon in Spanien und Unteritalien verbreitet,

bevor die ersten Roma im 15. Jahrhundert Spanien erreichten. In der Zeit des Barock

gehörten Kastagnetten als perkussives Element zu den Tänzen an den französischen

und spanischen Höfen dazu. In der spanischen Folklore vielfältig und im klassischen

Orchester eingesetzt, erfahren sie eine eigene Entwicklung. Im 19. Jahrhundert, als

der gerade entstandene Flamenco sich zu einer professionellen Kunstform entwickelte,

nahmen die Flamencos viele Impulse von den spanischen Bühnentänzen, den bailes boleros auf. Sie gehören in die Gruppe der bailes andaluces und der bailes de palillos (sevillanas, jarabes, boleras und jotas aragonesas, die seit Mitte des 19 Jh. neben  den bailes gitanos ( olé, jaleo) koexistierten.

Die Siguiriyas gehört zu den wichtigsten Stilen im Flamenco. Sie wird der Gruppe der Tonás zugeordnet. Die Tonás ist eine der profunden Säulen im Flamenco, die zwischen Sevilla und Cádiz entstanden sind, mit den Häfen, Jerez und dem Viertel Triana als Hauptzentren.

Das Wort Siguiriyas/Seguiriyas/Seguirillas ist eine phonetische Verfälschung der Seguidilla, ein (Paar)-Tanz der bailes andaluzes im 6/8 Takt ( wir kennen die Segudilla Sevillana, also die Sevillana), die zur Zeit des edad de oro Ende des 19 Jh. ihre Glanzzeit erfuhren.

Als Cante hat sie einen tragischen und düsteren Charakter. Er enthält die Grundwerte des sogenannten reinen und tiefen Cante. Seine Texte sind daher schmerzlich, tragisch und spiegeln das Leiden an menschlichen Beziehungen, an der Liebe und am Tod wider, aber auch das Ausgeliefert sein, Armut und Hunger.

Ihre Entstehung wird Ende des 18 Jah. vermutet. Die erste Siguiriyas, die wir kennen, stammt von El Planeta.

Die Siguiriya wird von den meisten Cantaores als einer der wichtigsten Stile des Cante angesehen, gleichzeitig aber auch als einer der schwierigsten, bei dem der Interpret seine Kenntnis und sein künstlerisches Können unter Beweis stellen muss, wenn man bedenkt, dass es sich um einen Palo mit kurzen Strophen und viel Quejío handelt. Und es gibt sehr viele Siguiriyas Strophen!
Wichtige Interpreten waren El Nitri, Silverio Franconetti, Loco Mateo, Enrique El Mellizo und natürich El Fillo (voz afillá, rauhe Singstimme) Ihm wird auch die Siguiriyas Version Cabal zugeordnet. Eine weitere Version ist die Siguiriyas de Cambio (gern als letzte Strophe vor dem Macho gesungen).

Die Gitanos zählen ohne Zweifel zu den besten Interpreten der Siguiriyas.

Getanzt wurde die Siguriyas 1942 zum ersten Mal von Vicente Escudero, wobei auch hier die Meinungen der Flamencoforscher auseinandergehen.

Sie ist introvertiert und ausdrucksstark, dramatisch und tiefinnerlich und daher niemals showmäßig.

Die Betonung des Metrums hat bei vielen zu Verwirrung geführt, In Wirklichkeit handelt es sich um einen 12/8-Takt, den wir als umgekehrten 12er auch so unterrichten. (Meistens wird die Siguriyas über 5 Schläge mit Pausen gezählt, in Spanien fast überall)

Bei Interesse bitte melden unter info@amparo.de oder Telefon 030-784 56 66

Soleá por Bulerías

 dienstags 19:45 – 21:15

Mittlstufe mit La Antonia

Training und Choreographie Soleá por Bulerías

Solea por Bulerias

Dieser beliebte Stil im 12er compás fällt durch seine rhythmischen Akzentuierungen und des Flows in der Montage auf. Die letras sind angelehnt an die der Soleá.

Anfangs war die Soleá viel schneller als wir sie heute kennen. Sie wurde langsamer, feierlicher. Aus dem macho, dem schnellen Abgesang, hat sich später die Bulerías entwickelt. Der Jaleo de Jerez, ein im 19. Jahrhundert sehr populärer Tanz der escuela bolera, hat die Entwicklung beider Stile beeinflusst.

Bei der Soleá por Bulerías handelt es sich um eine Weiterentwicklung. Die Bezeichnung Soleares por bulerías taucht erstmals 1949 auf einem Gitarrensolo von Luis Maravillas auf. Später finden wir sie auch auf einem weiteren Gitarrensolo, das 1955 in Amerika von Sabicas auf seiner Platte Queen of the Gypsies veröffentlicht wurde.

Manche Forscher*innen vertreten die Meinung, dass es sich lediglich um einen Flamenco-Stil handelt, der die melodische Struktur der Soleá mit dem Rhythmus der Bulerías verbindet. Auf diese Weise ist die Soleá por bulerías nichts anderes als eine Soleá – mit ihrer Melodie – im Rhythmus der Bulería.

Andere wiederum finden, die Soleá por Bulerías ist keine schneller gespielte Soleá, sondern eine Bulería, die im Tempo einer Soleá gespielt wird und der einzige Stil, der mehrere Namen hat:
Soleá por Bulería, Soleabulería, Bulerías al golpe und Bulería pa escuchar, wie man in Jerez sagt.

Was ist nun richtig/falsch/ liegt die Wahrheit in der Mitte? Vielleicht sollte das jede® für sich entscheiden. Ich montiere eine Soleá por Bulerías mit Struktur und versuche, die marcajes herauszuarbeiten, die sich von einer Soleá unterscheiden. Es ist ein Stil mit einem ganz eigenen, kraftvollen Charakter. Eine Bulerías por Soleá ist für mich ein Stil mit letras aus dem riesigen Repertoire der bulerías. Man kann sie wunderbar tanzen oder eben nur hören, escuchar!

siehe auch: https://amparo.de/events/soleares/  und  https://amparo.de/events/minicursillo-bulerias/

 

Anmeldung und weitere Infos unter info@amparo.de

 

 

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