Paco de Lucía – Francisco Sánchez Gómez

geboren am 21.12.1947 in Algeciras (Cádiz) und völlig überraschend gestorben am 25. Februar 2014 in Cancún (Mexiko).

Paco de Lucía war und ist die absolute Autorität des Flamenco. Er hat die Welt der Flamencokunst maßgeblich verändert, den Flamenco als anerkannte Kunstform auf alle Kontinente und in alle renommierten Konzertsäle getragen. In der Zusammenarbeit mit renommierten Musikern verschiedener Musikstile hat er die musikalischen Möglichkeiten enorm erweitert. Bis heute, sieben Jahre nach seinem Tod, ist er immer noch präsent und sein Wirken ist noch deutlich zu spüren. Ohne sein immenses Schaffen wäre der Flamenco am 16. November 2010 vielleicht nicht als immaterielles Weltkulturerbe von der Unesco anerkannt worden.

Über seinen Lebenslauf kann man überall in Büchern, Booklets von Tonträgern und auch im Internet nachlesen, z.B. hier: https://www.jazzecho.de/paco-de-lucia/biografie, darum hier nicht mehr darüber.

Aber eine Bemerkung: Paco de Lucía kam aus armen Verhältnissen und seine Eltern arbeiteten sehr hart, um die Familie versorgen zu können. Paco wollte seinen Eltern helfen, darum hat er als kleiner Junge viele Stunden am Tag Gitarre geübt hat, um ein guter Flamencogitarrist zu werden. Er besaß eine unglaubliche Technik. Bei einem seiner Konzerte in Hannover Mitte der 70er Jahre saß ich mit klassischen Gitarristen zusammen im Publikum. Diese Musiker waren absolut überwältigt von der überrragenden Musikalität und der grandiosen Technik. Ich beschäftigte mich bereits seit 1971 mit Flamencotanz, aber bei diesen Konzerten tat sich eine neue Welt auf. Und das sollte mein Leben bestimmen.

Paco sagte einmal, er wollte einfach ein guter Flamencogitarrist werden, die große Weltkarriere hat ihn überrascht. Quasi über Nacht kam 1973 der internationale Durchbruch mit der Rumba ‘Entre dos aguas’ auf seinem Album ‘Fuente y Caudal’. Weil noch ein Titel für die Schallplatte fehlte, entstand diese Rumba spontan als Improvisation im Tonstudio.

Paco de Lucía suchte tief verwurzelt in der Tradition immer nach neuen Möglichkeiten für die Flamencomusik. Wenn ein neues Album von ihm erschien, war die Flamencowelt wie elektrisiert, weil man immer neue musikalische Ideen und Formen von ihm erwartete und auch immer bekam.

Neben vielen Preisen und Auszeichnungen wurde ihm 2010 als erstem Spanier die Ehrendoktorwürde des Berklee College of Music in Boston verliehen.

Paco de Lucía gilt als das Genie unserer Zeit in der Flamencowelt, ein Gigant.

Im Jahr 1993 auf einer meiner Tourneen klebte mein Plakat neben dem von Paco de Lucía in Augsburg an den Litfaßsäulen. Das musste ich unbedingt fotografieren:

ModernFlamenco

 ModernFlamenco mit Aya Kenat/Siri Salminen

Offene Gruppe samstags 13:30 – 15.00

mit Einzelbon oder Zehnerkarte

Dauer 90 Minuten.

nächster Termin: 02.05., 20.06.26

Die Einflüsse des Zeitgenössischen Tanz sind im Flamenco schon seit Jahren zu sehen. Rocío Molina, Israel Galván und Manuel Liñan sind nur einige Vertreter junger, urbaner, moderner Flamencotänzer*innen.

In jeder Klasse arbeiten wir nach dem Warm Up an einem populärem Flamencostil. Wir erweitern einerseits unser Bewegungsrepertoire, entdecken unsere eigene Körpersprache und arbeiten andererseits mit dem choreographischen Material an Möglichkeiten zur Komposition.

Bei Interesse bitte melden unter  info@amparo.de oder Telefon 030- 784 56 66

 

 

Flamenco für Teens

Flamenco für Teens mit Vanessa Bethke

dienstags 16:45 – 17:45

ab 12 Jahren

Kosten: 35€ pro Monat/31€ Familientarif/Sozialtarif(Nachweis) mit Vertrag

kostenlose Probestunde!

Training und Choreographie

Für unsere Teens ist das Training schon an das Erwachsenentraining angepasst. Die Choreographien sind modern und trainieren Musikalität, Rhyrhmus und Koordination. Thema: Rumba con abanico (Fächer)

Erarbeitung der Sevillanas

Einführung in die Bulerías

Die Sevillanas, eigentlich Sevillanas Seguidillas, finden ihren Ursprung in der spanischen Folklore.

Getanzt werden sie als Paar oder als cuadro zu viert auf der Bühne. Verständlich erklärt und immer wieder geübt sind die Sevillanas ein idealer und geselliger Weg, um z. B. Koordination zu trainieren.

Bei Interesse bitte melden unter info@amparo.de oder Telefon 030-784 56 66

 

Soleares

donnerstags 19:45- 21:15

Fortgeschrittene mit La Antonia 

Dauer: 90 Minuten

Training und Chorographie

Soleares

Die Soleá ist einer der wichtigsten Flamencostile. Sie ist aus den in Andalusien Anfang des 19 Jahrhunderts sehr populären Bühnentänze Jaleos entstanden. Zunächst nur den Tanz begleitend, hat sie sich zum eigenständigen Flamencostil entwickelt, so in Triana um 1840. Erste berühmte Sängerin für Soleares ist La Andonda, Partnerin von El Fillo. Es gibt viele Frauen, die meisterhaft die Soleá interpretier(t)en, zum Beispiel La Serneta zur Zeit der Cafe Cantantes.

Anfangs war die Soleá viel schneller als wir sie heute kennen. Sie wurde langsamer, feierlicher. Aus dem macho, dem schnellen Abgesang, hat sich übrigens später die Bulerías entwickelt.

Die Soleá por Bulerías ist als Weiterentwicklung eine Soleá, die schneller gesungen wird und sich dem Tempo der Bulerías annähert (nicht wirklich sooo schnell) Wenn man also alte Aufnahmen vergleicht, Beispiele dafür sind diese Aufnahmen von Antonia „La Perla“ und el Chaqueta, mit der Soleá de la Andonda bzw. la Jilica de Marchena. Ist die Melodie ist identisch mit der Art und Weise, wie sie in ihrem früheren Soleá-Rhythmus gesungen wird.

Es gibt unzählig viele Soleares. Für unseren Kurs eignet sich die um die Jahrhundertwende entstandene, von Joaquín el de la Paula kreierte Soleá de Alcala, besonders gut.

 

 

 

Kastagnetten im Tanz M

für Kastagnettenspieler*innen mit guten Vorkenntnissen

mit La Antonia

Choreografie Cafe de Chinitas

montags 18:00 – 19:30

Flamencotraining und Kastagnetten für Anfänger*innen mit guten Vorkenntnissen

Aufwärmübungen für die Hände, Armexercise mit Kastagnetten, Koordinationsübungen

Die Kastagnetten, gehören zu den ältesten Instrumenten in vielen Kulturen der Welt. Die

“palillos” (span. für Stöckchen), waren schon in Spanien und Unteritalien verbreitet,

bevor die ersten Roma im 15. Jahrhundert Spanien erreichten. In der Zeit des Barock

gehörten Kastagnetten als perkussives Element zu den Tänzen an den französischen

und spanischen Höfen dazu. In der spanischen Folklore vielfältig und im klassischen

Orchester eingesetzt, erfahren sie eine eigene Entwicklung. Im 19. Jahrhundert, als

der gerade entstandene Flamenco sich zu einer professionellen Kunstform entwickelte,

nahmen die Flamencos viele Impulse von den spanischen Bühnentänzen, den bailes boleros auf. Sie gehören in die Gruppe der bailes andaluces und der bailes de palillos (sevillanas, jarabes, boleras und jotas aragonesas, die seit Mitte des 19 Jh. neben  den bailes gitanos ( olé, jaleo) koexistierten.

Obwohl der Flamenco immer beliebter wurde am Ende des XIX. Jh. wurden die Bolerotänze nicht komplett verdrängt. Beide Stile existierten nebeneinander und die Künstler beeinflussten sich gegenseitig. Die Ensemble der Bailes Boleros tanzten überwiegend in Theatern, aber auch in den Académias, Salons und den Café Cantantes. Sie wurden von Tanzmeistern gegründet. Er erarbeitete die Choreographien mit seinen Schülerinnen und Schülern und war meist auch der erste Tänzer.

Beliebte Tänze waren: el Olé, el Vito, el Jaleo de Jerez, La Malagueña y el Torero, Peteneras, Sevillanas, Soleares boleras (de Arcas).

Bei Interesse bitte melden unter info@amparo.de oder Telefon 030-784 56 66

Soleá por Bulerías

 dienstags 19:45 – 21:15

Mittlstufe mit La Antonia

Training und Choreographie Soleá por Bulerías

Solea por Bulerias

Dieser beliebte Stil im 12er compás fällt durch seine rhythmischen Akzentuierungen und des Flows in der Montage auf. Die letras sind angelehnt an die der Soleá.

Anfangs war die Soleá viel schneller als wir sie heute kennen. Sie wurde langsamer, feierlicher. Aus dem macho, dem schnellen Abgesang, hat sich später die Bulerías entwickelt. Der Jaleo de Jerez, ein im 19. Jahrhundert sehr populärer Tanz der escuela bolera, hat die Entwicklung beider Stile beeinflusst.

Bei der Soleá por Bulerías handelt es sich um eine Weiterentwicklung. Die Bezeichnung Soleares por bulerías taucht erstmals 1949 auf einem Gitarrensolo von Luis Maravillas auf. Später finden wir sie auch auf einem weiteren Gitarrensolo, das 1955 in Amerika von Sabicas auf seiner Platte Queen of the Gypsies veröffentlicht wurde.

Manche Forscher*innen vertreten die Meinung, dass es sich lediglich um einen Flamenco-Stil handelt, der die melodische Struktur der Soleá mit dem Rhythmus der Bulerías verbindet. Auf diese Weise ist die Soleá por bulerías nichts anderes als eine Soleá – mit ihrer Melodie – im Rhythmus der Bulería.

Andere wiederum finden, die Soleá por Bulerías ist keine schneller gespielte Soleá, sondern eine Bulería, die im Tempo einer Soleá gespielt wird und der einzige Stil, der mehrere Namen hat:
Soleá por Bulería, Soleabulería, Bulerías al golpe und Bulería pa escuchar, wie man in Jerez sagt.

Was ist nun richtig/falsch/ liegt die Wahrheit in der Mitte? Vielleicht sollte das jede® für sich entscheiden. Ich montiere eine Soleá por Bulerías mit Struktur und versuche, die marcajes herauszuarbeiten, die sich von einer Soleá unterscheiden. Es ist ein Stil mit einem ganz eigenen, kraftvollen Charakter. Eine Bulerías por Soleá ist für mich ein Stil mit letras aus dem riesigen Repertoire der bulerías. Man kann sie wunderbar tanzen oder eben nur hören, escuchar!

siehe auch: https://amparo.de/events/soleares/  und  https://amparo.de/events/minicursillo-bulerias/

 

Anmeldung und weitere Infos unter info@amparo.de

 

 

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