Reunión Flamenca

Tablao Flamenco auf der Cafeteríabühne

Reunión Flamenca am 08.07.22 um 20:00

Eintritt: 25€/ 21€ erm.

Tomás Zybura: Tanz

La Antonia: Tanz

Juan Cárdenas: Gesang

Pedro Viscomi: Gitarre

Das Publikum hat die Gelegenheit, diese Formation als Premiere zu erleben. Unsere Cafeteríabühne wird ein traditionelles Tablao, wir erleben Flamenco in seiner ursprünglichen, direkten Form. Tomás und Pedro kommen extra angereist, deswegen sollte man wegen der begrenzten Platzzahl schnell reservieren!

Karten -Vorabreservierung unter info@amparo.de

Ferientraining Low Level

entspanntes Training ab A

mittwochs 18:00 – 19:30

13.07., 20.07., 17.08.

Bei Interesse bitte melden unter info@amparo.de oder Telefon 030-784 56 66

Ferientraining AmV – M

Ferientraining AmV – M

dienstags 18:00 – 19:30

12.07., 19.07., 16.08.

Füße, Armexercise, Drehungen, marcajes

Bei Interesse bitte melden unter info@amparo.de oder Telefon 030-784 56 66

Anfängerkurs por Tangos

Anfängerkurs Flamenco

dienstags 18:00 – 19:30 mit Susanna Gaspardis

Dauer 90 Minuten

In diesem Kurs erarbeiten wir die Basistechniken im Flamencotanz: Füßtraining, Arme, Hände, Haltung.

Übungen für die Koordination

Es gibt eine Einführung in die rhythmische Schulung im Flamenco.

Als kleine Choreographie lernen wir den Stil por Tangos kennen.

Bei Interesse melden unter info@amparo.de oder 030 784 56 66

 

Flamenco 50+

Flamenco 50+ mit Amparo de Triana

freitags 18:00 – 19:30

Dauer: 90 Minuten

auch im Online-Streaming möglich per Zoom!

In diesem Kurs geht es um Körperschulung, Arm- und Handexercice, Fußrhythmik und das intensive Kennenlernen der vielfältigen Flamencostile, auch ihrer Entstehungsgeschichte und traditionellen Form. Wir studieren verschiedene Sequenzen von unterschiedlichen Tanzstilen ein und lernen den Charakter, den Aufbau, die Rhythmik und den Ausdruck dieser Flamencotänze intensiv kennen. Es geht neben einem ausgewogenen Körpertraining darum, tiefer in die Flamencowelt einzutauchen.

Ein Kurs mit besonders gesundheitsbewussstem Training.

Thema zur Zeit: Rumba Flamenca und eine Einführung in die Welt der Siguiriya

Sevillanas

Anfängerkurs mit Vorkenntnissen mit Vanessa Bethke

mittwochs 19:45 – 21:15

Dauer 90 Minuten

In diesem Kurs erarbeiten wir die Basistechniken im Flamencotanz: Füßtraining, Arme, Hände, Haltung.

Übungen für die Koordination

Wir wiederholen unsere kleine Choreographie por Tangos

Ab Februar erarbeiten wir die Sevillanas, ein geselliger Paartanz im 6/8 Rhythmus. Die Sevillanas sind eine komplexe Variante des Volkstanzes Seguidilla und wird schon im 16 Jahrhundert erwähnt. Wir erlernen die Sevillanas im Stil der escuela sevillana.

Bei Interesse melden unter info@amparo.de oder 030 784 56 66

 

FlamencoTechnik Low Level

FlamencoTechnik Low Level mit Vanessa Bethke

mittwochs 18:00 – 19:30

Dauer: 90 Minuten

Auch im Online-Streaming möglich!

 Fußtraining, Armexercise, Koordination, Drehungen

Arbeit an marcajes, die für den Flamencotanz typischen, den Gesang oder die Gitarre begleitenden Schrittfolgen

kleine Sequenzen Choreographie

Bei Interesse bitte melden unter info@amparo.de oder Telefon 030-784 56 66

 

Kastagnetten im Tanz M

Kastagnetten im Tanz

Mittelstufe bei La Antonia

Dauer: 90 Minuten

Aufwärmübungen für die Hände, Armexercise mit Kastagnetten, Koordinationsübungen

Themen: Fandangos de Huelva/ Siguiriyas

Die Kastagnetten, gehören zu den ältesten Instrumenten in vielen Kulturen der Welt. Die

“palillos” (span. für Stöckchen), waren schon in Spanien und Unteritalien verbreitet,

bevor die ersten Roma im 15. Jahrhundert Spanien erreichten. In der Zeit des Barock

gehörten Kastagnetten als perkussives Element zu den Tänzen an den französischen

und spanischen Höfen dazu. In der spanischen Folklore vielfältig und im klassischen

Orchester eingesetzt, erfahren sie eine eigene Entwicklung. Im 19. Jahrhundert, als

der gerade entstandene Flamenco sich zu einer professionellen Kunstform entwickelte,

nahmen die Flamencos viele Impulse von den spanischen Bühnentänzen, der

sogenannten Escuela Bolera, auf, flamenquisierten sie, integrierten sie in ihre

Kunst. Besonders bekannt sind die Seguidillas sevillanas, kurz Sevillanas und die

Fandangos de Huelva.

 

Toni El Pelao

Antonio Manzano Bermúdez, Toni El Pelao (1939-19.03.2021)

Im März verstarb Toni El Pelao, der letzte Bailaor der Tänzerdynastie der Pelaos de Madrid. Er war der Sohn von Juan El Pelao und Enkel von El Pelao Viejo. Bereits mit 2 Jahren tanzte er die Farruca vor Pastora Imperio und mit 12 Jahren begann er seine professionelle Karriere im Tablao Zambra in Madrid. Gemeinsam mit seiner Ehefrau María Luisa Martín García ‘La Uchi’ tanzte er bis ins hohe Alter in der ganzen Welt, war in einigen Filmen zu sehen und unterrichtete bis 2020 in dem Studio ‘Amor de Dios’. Er bewahrte die klassische Tradition des Männertanzes: Eleganz, Würde, klare Linien gepaart mit virtuoser Fußrhythmik und mit der traditionellen Kleidung. Die legendäre Farruca dieser Familie tanzte er nur zu besonderen Anlässen. Im Internet findet man Videos.

Hier habe ich hier eine Playlist dazu in meinem YouTube Kanal vorbereitet.

Die Familie der Pelaos ursprünglich aus Jerez de la Frontera, gehört zu den Familien, die seit dem Ende des 19. Jahrhunderts den Flamenco und in diesem Fall den Männertanz stark geprägt und entwickelt haben.

Der Urgroßvater dieser Flamencodynastie Manolillo, war ein Handeltreibender. Sein ältester Sohn Sebastián Manzano Heredia ‘El Pelao Viejo’ war Gitarrist. Er spielte mehrere Jahre für Carmen Amaya in den USA. Seine Söhne wiederum waren bedeutende Bailaores: Juan ‘El Pelao’, Juan Antonio ‘El Abogaíto’, Miguel ‘El Fati’ und Francisco ‘Faico’ (nicht zu verwechseln mit seinem Taufpaten Faico aus Sevilla. Er erhielt den Spitznamen nach diesem historisch sehr bedeutenden Bailaor Francisco Mendoza Ríos ‘Faico’ s.u.). Pilar López engagierte diese 4 Bailaores oft für ihr ‘Ballet Español’. Sie prägten Ästhetik und Stil mit ihrer Körperhaltung, Armführung, der Balance zwischen ‘marcajes’ und ‘zapateado’ und auch mit ihrem Bühnenoutfit.

Der zweite Sohn Antonio Manzano Heredia ‘El Gato’ war ein herausragender Tänzer und legendär war seine Farruca, die seine Neffen und auch Tänzer wie Antonio Gades beeinflusste. Ursprünglich hieß es, das er der erste Tänzer der Farruca war, aber mittlerweile weiß man, das Schöpfer der Tänze Farruca und Garrotín Francisco Mendoza Ríos ‘Faico’ (1870-1939) aus Sevilla in Zusammenarbeit mit dem legendären Gitarristen Ramon Montoya (1880-1949) waren. Diese neuen ‘Bailes’ wurden zu einem überwältigendem Erfolg und setzten sich durch. Ramón Montoya entwickelte auch eine konzertante Version für die Gitarre.

Paco de Lucía – Francisco Sánchez Gómez

geboren am 21.12.1947 in Algeciras (Cádiz) und völlig überraschend gestorben am 25. Februar 2014 in Cancún (Mexiko).

Paco de Lucía war und ist die absolute Autorität des Flamenco. Er hat die Welt der Flamencokunst maßgeblich verändert, den Flamenco als anerkannte Kunstform auf alle Kontinente und in alle renommierten Konzertsäle getragen. In der Zusammenarbeit mit renommierten Musikern verschiedener Musikstile hat er die musikalischen Möglichkeiten enorm erweitert. Bis heute, sieben Jahre nach seinem Tod, ist er immer noch präsent und sein Wirken ist noch deutlich zu spüren. Ohne sein immenses Schaffen wäre der Flamenco am 16. November 2010 vielleicht nicht als immaterielles Weltkulturerbe von der Unesco anerkannt worden.

Über seinen Lebenslauf kann man überall in Büchern, Booklets von Tonträgern und auch im Internet nachlesen, z.B. hier: https://www.jazzecho.de/paco-de-lucia/biografie, darum hier nicht mehr darüber.

Aber eine Bemerkung: Paco de Lucía kam aus armen Verhältnissen und seine Eltern arbeiteten sehr hart, um die Familie versorgen zu können. Paco wollte seinen Eltern helfen, darum hat er als kleiner Junge viele Stunden am Tag Gitarre geübt hat, um ein guter Flamencogitarrist zu werden. Er besaß eine unglaubliche Technik. Bei einem seiner Konzerte in Hannover Mitte der 70er Jahre saß ich mit klassischen Gitarristen zusammen im Publikum. Diese Musiker waren absolut überwältigt von der überrragenden Musikalität und der grandiosen Technik. Ich beschäftigte mich bereits seit 1971 mit Flamencotanz, aber bei diesen Konzerten tat sich eine neue Welt auf. Und das sollte mein Leben bestimmen.

Paco sagte einmal, er wollte einfach ein guter Flamencogitarrist werden, die große Weltkarriere hat ihn überrascht. Quasi über Nacht kam 1973 der internationale Durchbruch mit der Rumba ‘Entre dos aguas’ auf seinem Album ‘Fuente y Caudal’. Weil noch ein Titel für die Schallplatte fehlte, entstand diese Rumba spontan als Improvisation im Tonstudio.

Paco de Lucía suchte tief verwurzelt in der Tradition immer nach neuen Möglichkeiten für die Flamencomusik. Wenn ein neues Album von ihm erschien, war die Flamencowelt wie elektrisiert, weil man immer neue musikalische Ideen und Formen von ihm erwartete und auch immer bekam.

Neben vielen Preisen und Auszeichnungen wurde ihm 2010 als erstem Spanier die Ehrendoktorwürde des Berklee College of Music in Boston verliehen.

Paco de Lucía gilt als das Genie unserer Zeit in der Flamencowelt, ein Gigant.

Im Jahr 1993 auf einer meiner Tourneen klebte mein Plakat neben dem von Paco de Lucía in Augsburg an den Litfaßsäulen. Das musste ich unbedingt fotografieren:

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